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Freitag, 27. April 2012

Spritpreise leicht gesunken

Es ist schon sehr erstaunlich wie man sich doch an hohe Preise gewöhnt. Wenn das Benzin 1,66 Euro pro Liter kostet, entstehen lange Schlangen an den Zapfsäulen. Vor einigen Monaten wäre das noch undenkbar gewesen.

So schnell kann es gehen. Im Winter kostete der Sprit noch 1,45 Euro pro Liter und wenn er dann doch mal über 1,50 Euro kostete, haben alle gewartet bis der Preis wieder sinkt. Jetzt ist man schon für Preise unter 1,70 Euro dankbar. Traurig aber war. Man kann es nicht anders sagen, die Ölkonzerne machen mit uns was sie wollen und wir gehen dennoch wie Lämmer zur Schlachtbank.
Das traurige an der Sache ist aber die Gleichgültigkeit mit der wir das mit uns machen lassen. Die Politik ist selbstverständlich ohnmächtig und bringt nur starke Sprüche wenn es wieder an die Wahlen geht. Wenn der Ölpreis doch sinkt, warum müssen wir dann weiter abgezockt werden. Obwohl wenn man es genau betrachtet, dann ist die Spekulation um den Ölpreis genauso eine Abzocke wie mit dem Spritpreis. Es verdienen einfach zu viele an den Spekulationen und das müssen im Endeffekt die Autofahrer teuer bezahlen. Damit wieder einmal Millionenboni an die Vorstände der Ölkonzerne ausgezahlt werden können.

HEM Tankstelle
Das war einmal! Bild von http://www.flickr.com/photos/mecklenburg/

Was die Benzinabzocke angeht, so wird es mal wieder Zeit für eine zünftige Revolution. Die Menschen in Deutschland sind schon lange nicht mehr auf die Straßen gegangen. Die letzten Male war es wegen der rechtsradikalen Übergriffe in Ostdeutschland, oder wegen der Wirtschaftkriege im Irak. Jetzt wäre es einmal an der Zeit sich für die eigenen Rechte zu mobilisieren.
Doch leider werden wir mit einer vorübergehenden Spritpreissenkung, auf ein immer noch unerträgliches Maß, ruhig gestellt und der Ärger verpufft wieder.

Das muss man den Ölkonzernen schon lassen, sie sind verdammt clever.

Samstag, 14. April 2012

Benzinabzocke - Der Ölpreis sinkt, der Spritpreis nicht

Um Ausreden waren die Ölkonzerne noch nie verlegen. Warum allerdings der Benzinpreis auf dem hohen Niveau bleibt, obwohl der Ölpreis sinkt, bleibt ein Rätsel.

Der Osterschock ist gerade erst überwunden und dass der Benzinpreis nicht noch weiter gestiegen ist, haben wir bereits festgestellt. Doch jetzt wissen wir auch warum das so ist. Der Ölpreis sinkt, der Benzinpreis bleibt aber auf dem unerträglichen Niveau. Was kein normaler Mensch erklären kann, ist für die Ölkonzerne selbstverständlich. Das Geld, welches man einmal verdient, möchte man schließlich auch nicht wieder hergeben. Und so bleibt der Benzinpreis. Die Erklärung dafür? Die Beschaffungskosten bleiben auf hohem Niveau und daher sinkt der Benzinpreis nicht.

Karlsruhe - Stadt des teuersten Sprits Deutschlands
Bild von http://www.flickr.com/photos/klausnahr/

Abzocke nenne ich das. Es wird sich noch nicht einmal Mühe gegeben, es halbwegs glaubwürdig zu erklären. Für mich eine bodenlose Frechheit, aber mittlerweile leider normal und keiner beschwert sich ernsthaft darüber. Was muss noch geschehen, dass mal etwas passiert?

Die Ölkonzerne bilden für mich ganz eindeutig ein Benzinkartell und das ist eigentlich verboten. Aber wie immer sieht die Poiltitk nur zu. Wer beißt denn auch die Hand, die einen füttert?
Traurig aber war. Es bleibt an uns, das zu ändern. Und dabei helfen nur gezielte Aktionen, die die Konzerne im Geldbeutel treffen. Der Sommer wird hoffentlich gut und wir sollten die Autos einfach mal stehen lassen. Der Mensch ist von der Natur schließlich dazu gemacht worden zu Fuß zu gehen. Das können wir und sollten es auch tun. Ok, das Fahrrad ist auch noch erlaubt...

Mittwoch, 11. April 2012

Benzinpreis - die Ruhe vor dem Sturm?

Seit einigen Tagen pendeln sich die Spritpreise um die 1,70 Euro pro Liter für Superbenzin ein. Ist das nur die Ruhe vor dem Sturm?

Dass die Ölkonzerne bereits völlig ungeniert in unsere Taschen gegriffen haben, ist nichts neues. Vor Ostern schnellten die Preise für Benzin in ungeahnte Höhen. Der vorher nicht für mögich gehaltene Preis von 1,70 Euro, ist geknackt worden und es wirkte, also ob diese Preistreiberei unaufhaltsam weiter gehen würde.
Diese Entwicklung zu Ostern kennen wir bereits seit vielen Jahren. Der Aufschrei in der Bevölkerung und der Politik wurde täglich lauter. Jetzt hat sich der Preis allerdings um die 1,70 Euro eingependelt. Es gibt keine großen Ausschläge nach oben oder nach unten und das nun schon seit geraumer Zeit.

benzin
Bild von http://www.flickr.com/photos/bulle_de/

Das verwundert doch ein wenig. Zählt man eins und eins zusammen, so läßt das eigentlich nur einen Schluss zu. Die Ölkonzerne geben jetzt ein wenig nach um etwas Ruhe in die Diskussion zu bekommen. Was allerdings nicht heißt, dass der Preis nicht noch weiter hochgetrieben wird. Es wird den Autofahrern quasi Zeit zum Erholen und Beruhigen gegeben. Anschließend, so bin ich mir sicher, wird dann wieder ungeniert an der Preisschraube gedreht und der Preis wird immer weiter in Richtung 2,00 Euro pro Liter marschieren. Ich vermute die Ruhephase wird bis ca. eine Woche nach den Osterferien anhalten, dann geht die Abzocke munter weiter. Vielleicht sollten wir genauso wie die Engländer anfangen Benzin zu horten.
Aber so pervers das auch klingt, mittlerweile sind wir über einen Preis knapp unter 1,70 Euro schon glücklich. Das machen die Konzerne in der Tat sehr geschickt. Desensibilisieren für die unverschämten Preise.

Ich wiederhole mich gerne, bis zum nächsten Winter haben wir einen Preis von 2,00 Euro pro Liter und alle werden dennoch unerschrocken weiter tanken. Das wird so weiter gehen, bis die absolute Schmerzgrenze erreicht wird. Nur wo genau diese liegt, vermag ich nicht zu sagen. Aber vielleicht werden wir das früher als erwartet erfahren. Ehrlich gesagt freue ich mich auf den Tag, wenn die Autofahrer auf die Straßen gehen und endlich mal Taten den Worten folgen lassen. Andererseits könnte die Exitstrategie der Konzerne aber auch so aussehen, dass bevor es knallt und es den Menschen reicht, einfach die Elektroautos aus der Schublade gezogen werden und so wieder alles in Ordnung zu sein scheint.
Bis dahin allerdings werden noch Milliarden auf unsere Kosten verdient.

Sonntag, 8. April 2012

Ostern - ein überholtes Fest aus einer anderen Ära?

Die Frage die sich viele stellen ist, was ist eigentlich Ostern? Kurz gesagt, ein überliefertes und überholtes Fest von Christen. Es gibt noch diese alten Traditionen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden und dabei sogar religionsübergreifend für alle gelten. Weihnachten zählt ganz besonders dazu, aber auch das Osterfest.

ostern
Bild von http://www.flickr.com/photos/twicepix/

Wenn man sarkastisch sein möchte, dann könnte man sagen, es ist eines dieser Feste um den Konsum der Gesellschaft zusätzlich anzuheizen. Unter anderem auch den der Ölkonzerne. Der eigentliche Hintergrund ist aber ein völlig anderer. Laut der Bibel wurde Jesus Christus, der Sohn Gottes gekreuzigt und stand drei Tage nach seinem Tod wieder von den Toten auf. Es wird also die Wiederauferstehung von Jesus gefeiert. Genauso wie an Weihnachten seine Geburt gefeiert wird. Interessant, dass die zwei bedeutendsten Feste im Jahr aufgrund einer sehr umstrittenen Person stattfinden, und das seit Jahrhunderten.
Es wird wieder einmal der Glaube einiger verallgemeinert und als allgemein gültig festgehalten. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Moslems großen Wert darauf legen die Wiederauferstehung eines Menschen zu feiern, den es in ihrem Glauben sowieso nicht gibt und den es in der überlieferten Form mit Sicherheit auch nicht gegeben hat.
Die Religionen im Allgemeinen stellen für mich Relikte aus einer anderen Zeit dar. Völlig überholt und in keinster Weise mit dem aktuellen Wissensstand und der Aufgeklärtheit von heute vereinbar. Dennoch sind die Religionen allgegenwärtig, wirtschaftlich sehr erfolgreich, mit Millionen gläubigen Anhängern und immer noch massiv ins Weltgeschehen eingreifend. Versteht mich nicht falsch, ich bin nicht gegen Religionen, denn jeder sollte das verfolgen was ihm am Herzen liegt, daran glauben, dass ihm wichtig ist und den Gott anbeten, den er für richtig hält. Was mir allerdings überhaupt nicht passt, ist die Tatsache, dass jeder für sich proklamiert den einen Glauben zu haben. Sein Glaube ist der einzig richtige und sein Gott haut den anderen Göttern eins auf die Mütze, käme es zum finalen Celebrity God Death Match. Das wiederum bedingt, dass die Leute, da sie dem einzig wahren Glauben anhängen, alle anderen bekehren müssen/wollen.
Interessant wird es dann wenn so jemand auf einen wirklich klar denkenden und aufgeklärten Menschen trifft. Die religiösen Anhänger beten zum Beispiel Bücher an, die nüchtern betrachtet nicht viel mehr sind als Märchenbücher. Oder will mir allen Ernstes jemand erzählen, dass Büsche sprechen und das Meer sich teilen würde? Wohl kaum, wenn diese Wunder doch echt waren, warum zum Geier fanden diese dann nur in grauer Vorzeit statt? In Zeiten von Youtube könnte man das heute super viral vermarkten.
Jetzt sagen bestimmt wieder alle, ich sei ungläubig und nicht fähig an Gott zu glauben. Was diese Menschen allerdings völlig verdrängen, ist die Tatsache, dass Religion, gleich welcher Richtung, nichts göttliches an sich hat. Nein, Religionen sind von Menschen erdacht, gemacht und vermarktet. Sie beruhen auf Marketingkonzepten aus längst vergangenen Zeiten. Damals häufig dafür genutzt um Menschen gefügig zu machen: Du kleiner Bauer musst all deine Arbeit und deine Ernten und Schweine und Rinder dem fetten Bischoff geben, damit Gott es gut mit dir meint und du im Himmel dann ein gutes Leben führen kannst. Warum nicht auf Erden ein gutes Leben führen?

Ich bin ein großer Fan von Feiertagen, so auch von Ostern. Es ist eine Zeit um die Familie zu sehen und die eigenen Akkus aufzuladen, weil man den Alltag durchbricht und sich eine Auszeit nehmen kann. Der ursprüngliche Grund für diese Feiertage ist allerdings längst überholt und nicht mehr zeitgemäß. Vielleicht sollte man die Feiertage einem kleinen Facelift unterziehen und in diesem Zusammenhang auch gleich neue Namen vergeben, die dem aktuellen Anspruch ein wenig gerechter werden und mehr zu dem passen, was sie eigentlich sind. So würde für Ostern doch sehr gut Benzinabzockfest passen...

Mittwoch, 4. April 2012

Benzinabzocke - Freie Tankstellen werden behindert?

Über die Benzinabzocke im ganz großen Stil habe ich schon hier und hier berichtet. Es kommen aber immer weitere Details zum Vorschein, wie dreist und kriminell die Ölkonzerne agieren. Man kann wirklich sagen, die kriegen den Hals nicht voll.

Es wurde jetzt ein Verfahren vom Bundeskartellamt eingeleitet, bei dem geklärt werden soll, wie freie Tankstellen absichtlich benachteiligt werden. Hierbei geht es um die Ölmultis BP/Aral, Jet, Esso, Shell und Total. Den Konzernen wird vorgeworfen, die freien Tankstellen zu benachteiligen, indem die Preise für die Lieferungen höher ausfallen als an die eigenen Tankstellen.

ARAL Hildesheimerstr
Bild von http://www.flickr.com/photos/kefraya/

Das würde mich nicht weiter wundern, da sie doch sowieso jede Gelegenheit wahrnehmen noch mehr abzuzocken. Das einzige Mittel, denen ein wenig das Geschäft zu erschweren, ist aktuell auf freie Tankstellen auszuweichen. Wenn diese aber nicht mehr in der Lage sind günstigere Preise anzubieten, dann entfällt auch dieser letzte Joker. Es wären somit keine Hindernisse mehr gegeben für die Konzerne für Benzin praktisch zu verlangen was sie wollen. Der Trend ist ganz klar erkennbar: Abzocken, was das Zeug hält. Und wenn politisch nicht bald ein Riegel vorgeschoben wird, sehe ich nur noch die Möglichkeit eines bundesweiten Protestes der Autofahrer. Doch wie bereits erwähnt, stehen die Chancen dafür eher schlecht.

Ich bin mir jetzt schon sicher wie das Verfahren des Bundeskartellamtes ausgehen wird. Es konnten keine Unregelmäßigkeiten festgestellt werden. Das kennen wir ja bereits von den jährlichen Untersuchungen bezüglich der, seltsamerweise immer sehr parallelen, Preisentwicklung der Ölkonzerne. Denkt an meine Worte. Bis zum nächsten Winter steht der Benzinpreis bei 2,00 Euro pro Liter. Jetzt werden wieder alle sagen: Wenn der Sprit 2,00 Euro kostet, fahre ich nicht mehr mit dem Auto. Das haben alle gesagt bevor der Sprit 1,50 Mark kostete, das haben alle gesagt bevor der Sprit 1,00 Euro kostete und das haben alle gesagt bevor der Sprit 1,50 Euro kostete.
Die Schmerzgrenze ist einfach noch nicht erreicht und das wissen die Ölkonzerne ganz genau. Die häppchenweise Anhebung desensibilisiert uns auch permanent. Wir agieren wie eine Herde von Nutztieren, die zur Schlachtbank geführt wird. Frei nach dem Motto, so schlimm wird es schon nicht. Wird es doch und eigentlich wissen wir das auch.
Die Abzocke geht weiter und wir sind zum Zusehen verdammt.

Donnerstag, 29. März 2012

Panikkäufe an britischen Tankstellen

Anders als in Deutschland bilden sich in England Schlangen vor den Tankstellen, weil der Sprit knapp werden könnte und nicht weil er ausnahmsweise mal unter 1,70 Euro pro Liter kostet.
Es kam zu Panikkäufen in ganz England, die Gewerkschaft, unter welcher auch die Kraftfahrer organisiert sind, hatte zum Streik aufgerufen. Für diesen Streik wurde kein Zeitpunkt genannt, allerdings hatten die Autofahrer Angst, demnächst keinen Sprit mehr an den Tankstellen zu erhalten wenn die Tanklastwagen nicht mehr fahren. Scheinbar hat jeder Autofahrer keine größere Angst, als dass er sein geliebtes Auto mal stehen lassen müsste. Diese Panikreaktion wurde sogar noch von der Politk geschürt und zum Benzinhamstern aufgerufen. So riet David Cameron am Mittwoch dazu, sich einen Benzinvorrat anzulegen.

David Cameron, British Prime Minister
Bild von http://www.flickr.com/photos/bisgovuk/

Francis Maude hatte sogar vorgeschlagen Benzin zu Hause zu horten. Ich würde das mal ganz klar als extrem kurzsichtig und unvorsichtig bezeichnen. Das kann sich wohl jedes Kleinkind an einer Hand abzählen, was dann passieren wird. Zunächst einmal finde ich es vollkommen unverantwortlich den Bürgern zu raten Benzin in Kanistern in den eigenen Garagen zu lagern. Von der Brandgefährlichkeit mal abgesehen, kann ich mir gut vorstellen, dass das Benzin dann auch gerne mal geklaut wird. Ich stelle mir gerade vor, wie die ganzen Anzeigen bei der Polizei eingehen, bei denen es heißt: Meine Garage wurde aufgebrochen und mein Benzinvorrat für die nächsten drei Wochen wurde geklaut.
Des weiteren war vorauszusehen, dass die Leute panisch reagieren und es zu einem Verkehrschaos kommen musste. So berichten Tankstellenbetreiber der Umsatz für Kraftstoff sei um bis zu 80% gestiegen. Die Verkäufe für Benzinkanister haben sich versechsfacht. In Deutschland wird der Umsatz auch gesteigert, allerdings eher durch die unverschämte Abzocke der Konzerne.
Das Chaos wurde sogar so schlimm, dass die Polizei ausrücken musste um das Chaos zu beenden. So haben die Autofahrer Durchfahrtsstrassen versperrt, weil sie für Sprit anstanden. Daraufhin war die Polizei gezwungen manche Tankstellen zu schließen, um einen gefahrlosen Verkehr auf den Strassen zu gewährleisten. Die Feuerwehr musste auch einige Male ausrücken, um ausgelaufenes Benzin zu beseitigen. Einige Autofahrer hatten ihre Wagen schlicht und ergreifend zu voll getankt und die Tanks so zum überlaufen gebracht. Also neben Panikkäufen haben sich die Politiker auch noch Umweltverschmutzung ankreiden zu lassen.



Das Beste kommt aber zum Schluss. Bis jetzt gab es noch gar keinen Streik der Kraftfahrer und ein Termin wurde auch noch nicht genannt. Also war der ganze Blödsinn mal wieder für die Katz. Es zeigt sich immer wieder: Die Politiker versuchen immer opportunistisch ihre Fahne in den Wind zu hängen, um so möglichst gut bei den Wählern dazustehen. Und die Bürger handeln wie Nutztiere in der Massentierhaltung. Sie geben sich voll und ganz dem Herdentrieb hin. Mündig ist was anderes.
Von den Politikern wurde nun eine Entschuldigung verlangt. Die lässt bestimmt auf sich warten...

Mittwoch, 21. März 2012

Deutsche zahlen 100 Millionen zu viel für Sprit

Dass in Deutschland das Benzin viel zu teuer ist weiß jeder und spürt jeder in seiner Geldbörse. Nun aber wissen wir sogar genau wieviel wir jeden Monat zu viel an den Zapfsäulen bezahlen.
Die Grünen Bundestagsfraktion hat eine Studie erstellt bei der ermittelt werden sollte wie sich die Benzinpreise zusammen setzen und wie überteuert die Preise aktuell sind. Das Ergebnis ist erschreckend. Pro Liter ergab die Studie eine Abzocke von 4,7 Cent. Umgerechnet auf das Gesamtvolumen in Deutschland ergibt das eine Abzocke von 100 Millionen Euro und das jeden Monat. Davon können wieder einmal großzügige Boni für die Vorstände der Ölkonzerne bezahlt werde.

texaco
Bild von http://www.flickr.com/photos/loop_oh/

Wenn man die Rohölpreise als Grundlage nimmt und die Preisentwicklung von November 2011 bis März 2012 einbezieht, so ergibt sich eine Verteuerung von 6,6 Cent. Warum aber das Superbenzin im selben Zeitraum um durchschnittlich 11,3 Cent gestiegen ist, kann und will niemand so recht erklären.
Wie so oft im Leben wird die Abzocke auf dem Rücken der normalen Bürger ausgetragen. Die Schere zwischen Reich und Arm wird so künstlich immer weiter auseinander gehen. Wir zahlen 100 Millionen Euro jeden Monat quasi frei Haus an die Ölnkonzerne und ich wette, dass die prozentual deutlich weniger Steuern zahlen als wir.
Der Trick der Ölkonzerne ist der, dass die Verteuerung immer nur in kleinen Schritten voran getrieben wird. Ein Cent hier, zwei Cent da. Das fällt den Leuten nicht so sehr auf und man gewöhnt sich dran. Wenn die Erhöhung allerdings in größeren Schritten erfolgen würde, dann würde sich bestimmt auch die bequeme Bevölerung hier organisieren und auf die Straße gehen. So aber haben wir uns an die Abzocke gewöhnt und damit abgefunden. Meiner Meinung nach ein unhaltbarer Zustand. Ich bin der Meinung dem Treiben der großen Konzerne und der Ölkonzerne ganz besonders, muss Einhalt geboten werden. Viele sind schon auf der Suche nach der günstigsten Tankstelle und versuchen so das Tanken ein wenig erträglicher zu machen. Aber das funktioniert nicht. Wir müssen neue Wege des Protestes und des Boykotts gehen. Wir müssen uns organisieren und den Politikern klar machen, dass wir nicht nur Sklaven der Wirtschaft sind und das wir mündige Bürger sind. Die Politiker sind gewählte Vertreter des Volkes, vielleicht sollten wir sie mal daran erinnern.

Samstag, 10. März 2012

Krankenkassenüberschuss auf Rekordniveau

Die gesetzlichen Krankenkassen erwirtschaften einen Rekordüberschuss in Höhe von 20 Milliarden Euro. Das klingt für mich persönlich ein wenig befremdlich. In den achtziger und neunziger Jahren zahlten die Krankenkassen für alle Wehwechen und es gab so gut wie keine Zuzahlungen. Egal ob es Zahnspangen für die Kinder waren oder Medikamente im Allgemeinen.
Heute wird neben der Praxisgebühr in Höhe von 10 Euro, auch noch für so gut wie jede Leistung zusätzlich berechnet. Man achte in diesem Zusammenhang nur mal auf die krummen und schiefen Zähne der Jugendlichen und Kinder aktuell. Stellt sich nun die Frage wie es sein kann, dass heute alles vielmehr für die Patienten kostet und die Krankenkasse 20 Milliarden Euro in der Ecke liegen haben. Warum ist das so?

Für mich ist es ein weiterer unhaltbarer Zustand, ähnlich wie die Benzinpreisabzocke. So lange die Abzocke schrittweise und langsam geschieht, interessiert es keinen. Es wird zwar gemeckert, aber gehandelt wird nicht. Die Entwicklung ist in zweierlei Hinsicht bedenklich. Zum einen werden die Menschen immer gleichgültiger und nehmen alles als gegeben hin. Zum anderen werden die Unternehmen immer dreister und greifen völlig ungeniert in die Taschen der Verbraucher. Die Politik schaut diesem Treiben völlig tatenlos zu weil die Politik direkt oder indirekt daran mitverdient.
Es ist und bleibt dasselbe Problem. Das System funktioniert nicht und wir werden in den kommenden Jahren weiter beobachten wie die Schere zwischen arm und reich weiter auseinander klafft. Diese Entwicklung sollte eigentlich umgekehrt werden. Die Demokratie ist keine mehr und muss wieder zu dem werden was sie einmal war, eine echte, vom Volk regierte Regierungsform.

Freitag, 2. März 2012

Ölpreis auf Höchststand seit Jahren, die Benzinabzocker reiben sich die Hände

Eine Falschmeldung über eine Explosion einer Saudi-arabischen Pipeline hat die Rohölpreise mal wieder explodieren lassen. Die Falschmeldung wurde vom Iran in die Welt gesetzt und alle sind auf diese Finte hereingefallen. Der Iran versucht mit allen Mitteln die Region zu destabilisieren und die eigene Stellung zu festigen. Leider haben solche Späße Auswirkungen auf die gesamte Welt, denn die Spekulanten arbeiten nicht mit Fakten und reellen Gütern, sondern nur mit Gerüchten und dem daraus resultierenden Profit. Eine unfaire Welt ist das. Die Preiserhöhungen an unseren Zapfsäulen lassen mit Sicherheit nicht lange auf sich warten, und das trotz des umgehenden Dementis zu der angeblichen Explosion.
Erdölpreis 2004-2011 Bedeutung für Bioenergie wie Holzpellets Hackschnitzel Holzpellets
Bild von http://www.flickr.com/photos/greenron/
Es gab also keine Explosion, nachdem die Ölpreise gestiegen sind sind sie auch wieder gefallen, glücklicherweise. Aber, unser Benzin wird bestimmt dennoch teurer. Ich würde fast eine Wette darauf eingehen. Wo also liegt die Logik der Benzinpreise? Wenn sich irgendwo auf der Welt ein Sturm zusammenbraut oder eine Pfütze Öl irgendwo daneben geht steigt bei uns der Benzinpreis aus unerfindlichen Gründen mal wieder auf einen neuen Rekordstand. Wo ist da die Logik, wo ist da Gerechtigkeit?
Wir, die dafür bezahlen müssen, sollten uns organisieren und dem Treiben der Benzinabzocker die Grenzen aufzeigen.
Allen ein schönes Wochenende.

Montag, 27. Februar 2012

Facebook Veranstaltung zeigt den Frust der Bürger über die Benzinabzocke

Gruppen und Veranstaltungen können bei Facebook wie ein Flächenbrand Nutzer und Sympathisanten generieren. Das haben wir in den vergangenen Jahren bereits einige Male eindrucksvoll erlebt. Partyveranstaltungen sind komplett aus dem Ruder gelaufen, wie z.B. Thessas sechzehnter Geburstag.
Nun haben wir einen ähnlichen großen Veranstaltungshype, in diesem Fall aber mit sehr wirtschaftlichen bis fast politischen Hintergründen. Und die Story drumherum ergibt sogar noch Stoff für weitere Episoden.
Facebook at Mozcon - Alex
Bild von http://www.flickr.com/photos/thos003/
Hintergrund ist die von einem User erstellte Veranstaltung "Am 01.03.12 in ganz Deutschland nicht tanken!!!!!!". Diese Veranstaltungseinladung hat innerhalb kürzester Zeit 1,3 Millionen, bis dato virtuelle, Teilnehmer gefunden. Das zeigt, dass der Frust über die Benzinabzocke einen neuen Höchststand erreicht hat und sogar die politisch unmotivierte Generation anfängt sich zu organisieren. Leider hat die gut gemeinte und wohlwollend angenommene Aktion auch einige Schattenseiten. Zum einen wären die Auswirkung, bzw. der Wirkungsgrad eines solchen Boykotts sehr überschaubar bis nicht wahrnehmbar. Zum anderen ergibt sich aus dem Umfeld des Erstellers der Veranstaltung das eine oder andere Fragezeichen. So hat dieser als Lieblingsbuch "Mein Kampf" von Adolf Hitler angegeben und ein "Gefällt mir" zur NPD angeklickt. Die unerwartete Aufmerksamkeit für ihn und die ersten negativen persönlichen Erfahrungen durch seine neue "Prominenz" haben ihn schließlich dazu veranlasst die Veranstaltung zu entfernen. Die negativen Assoziationen durch die scheinbare rechte Gesinnung und die dadurch entstandenen negativen Kommentare im Netz werden ihn mit Sicherheit die nächste Zeit weiter verfolgen und dank des Internets bleibt es auch bis auf Weiteres mit seinem Namen verbunden. Schöne neue digitale Welt. Mit all ihren Vor- und Nachteilen.
Dieses Beispiel gibt uns aber einen guten Anhaltspunkt wie wir gegen die Benzinabzocke vorgehen müssen. Es ist an der Zeit sich zu organisieren und dem Treiben der Ölmultis die Grenzen aufzuzeigen. Es bildeten sich bereits viele Nachahmer der gelöschten Veranstaltung, aber was wir bereits im Kleinen tun können, ist nicht mehr bei den großen Ölkonzernen zu tanken. Die freien Tankstellen bieten diesselbe Qualität und sind in der Regel 1-2 Cent günstiger. Das tut keinem von uns weh und hilft sparen. Mal sehen ob es hierzu bereits eine Gruppe/Veranstaltung auf Facebook gibt...